Zuhause in Emersacker

Dank an alle Helfer nach dem Brand im Schloss Emersacker

Dank an alle Helfer nach dem Brand im Schloss Emersacker

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ein Großbrand in einem 250 Jahre altem Gebäudeensemble ist für alle Verantwortlichen, Pächter und Feuerwehren erstmal ein Riesen-Schreck und dann eine große Herausforderung. So auch für mich und unsere freiwillige Feuerwehr. Gott sei Dank ist der Brand zu einem Zeitpunkt ausgebrochen, zu dem keine Menschen im Gebäude waren. Es galt deshalb den Brandherd zu lokalisieren, zu löschen und einen Übergriff auf die angrenzenden Gebäude zu verhindern. Dies ist den herbeigerufenen Feuerwehren bestens gelungen.

Einsatzkräfte:

Kreisbrandinspektion Augsburg,
Herr Zinsmeister, Herr Lipp, Herr Metzger,

Freiwillige Feuerwehren
Altenmünster, Bocksberg, Heretsried, Lauterbrunn, Laugna, Neusäß, Reutern, Welden, Wertingen, Zusamzell,

Technisches Hilfswerk Augsburg mit technischer Hilfe

Berufsfeuerwehr Augsburg mit technischer Hilfe

Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank für die Unterstützung.

Mein Dank gilt aber auch den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern aus Emersacker, die im Umfeld des Brandes viel Unterstützung geleistet haben. Insbesondere gilt mein Dank denen, die die Verpflegung der Feuerwehrleute in den Ruhepausen organisiert und durchgeführt haben.

Ich möchte Ihnen einen kurzen Zwischenbericht geben:

Die Decken und Fußböden über der Gaststätte sind zum Teil durchgebrannt und die Lager für die Fehlböden im Brandbereich stark in Mitleidenschaft gezogen. Durch die starke Rauchentwicklung und die große Hitze wurde unser Gemeindesaal stark verunreinigt. Der Praxen-Bereich im Saalgebäude sowie der Verwaltungsbereich der Gemeinde blieben bei diesem Brand zum Glück verschont.

  1. Brandursache war nach den Feststellungen der Kripo ein alter Kühlschrank; technischer Defekt in der Küche der Gaststätte, keine Fremdeinwirkung
  2. Mit der Brandversicherung hatte ich bereits mehrere Gespräche. Dabei wurde der Brandort von 2 Spezialisten nochmals untersucht. Mit zwei weiteren Sachverständigen wurde das Gebäude besichtigt.  Dabei ging es um die Bewertung des Gebäudes (Neuwert / Zeitwert), die einzuleitenden Sofortmaßnahmen, und ob und wie die Kosten von der Versicherung übernommen werden. Die Bewertung des Schadens und die Erstattung durch die Versicherung ist noch nicht abgeschlossen.
  3. Bei der Besprechung war man sich einig, dass vordringlich der Gemeindesaal gereinigt und wiederhergestellt werden soll. Auch die Sicherung des beschädigten Gebäudes, Verkehrssicherheit und Schadenminderungspflicht der Gemeinde wurden thematisiert.
  4. Hinsichtlich der Reinigung und der Sofortmaßnahmen wurde mit einer spezialisierten Firma Kontakt aufgenommen. Am nächsten Tag war diese bereits Vorort und schaute sich den Schaden nochmals an. Am Montag den 26.11.18 beginnen die Reinigungsarbeiten und werden voraussichtlich 3 Wochen dauern.
  5. Mit den Sachverständigen wurden die Sicherungs- und Sofortmaßnahmen nochmals abgestimmt und von der Versicherung freigegeben.

Wenn man vor dem brennenden Gebäude steht und die Flammen aus den Fenstern mehrerer Stock­werke lodern, gehen einem die verschiedensten Szenarien durch den Kopf. Was passiert, wenn …

Doch es gibt auch unbeschreibliche Momente und Situationen, die Erleichterung, Freude und Zuversicht geben. So durfte ich hautnah miterleben, wie vorbildlich die Feuerwehren aus dem Umkreis zusammenarbeiten, wie mehrere Dutzend Atemschutzträger buchstäblich „ins Feuer gingen“ um den Brand zu löschen und Gott sei Dank erschöpft aber unbeschadet wieder zurück kamen, aber auch, wie die Bevölkerung unseres Dorfes spontan mithalf und die Feuerwehrleute in den Ruhepausen verpflegte.

Eine große Beruhigung für mich war ein Telefonanruf in den Vormittagsstunden des 19.11. aus dem Rathaus der großen Kreisstadt Dillingen a.d.Donau, in dem der Gemeinde Emersacker unbürokratisch und unkompliziert Unterstützung sowie Verwaltungshilfe angeboten wurde. Mit Schreiben vom gleichen Tag bekräftigte Oberbürgermeister Frank Kunz das Unterstützungsangebot.

Auch die Tiefenbacher Stiftung, die Eigentümerin des alten Raiffeisengebäudes ist, hat der Gemeinde für den Fall, dass Räumlichkeiten benötigt werden, Unterstützung angeboten.

Für diese Unterstützungsangebote und den moralischen Rückhalt möchte ich mich sehr herzlich bedanken.

Was steht als nächstes an:

Die abgebrannte Gaststätte wurde mittlerweile ausgeräumt. Mit dem Landesamt für Denkmalschutz und dem Landratsamt Augsburg gilt es nun ein Sicherungs- und Sanierungskonzept für das Wirtschaftsgebäude aufzustellen. Bevor dieser nicht abgestimmt ist, können keine Wiederherstellungsarbeiten durchgeführt werden. Die Festlegungen dazu werden in den nächsten Tagen erfolgen und im Gemeinderat abgestimmt.

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